Diese 4 großen Mythen machen Männern das Dating schwer
In Deutschland gibt es über zehn Millionen Singles zwischen 25 und 45 Jahren, mehr als die Hälfte davon sind Männer. Viele von ihnen wünschen sich eine erfüllte Partnerschaft, doch sie haben es oft schwer, die Richtige zu finden. Grund dafür sind meist falsche Glaubenssätze. Dating-Coach Andy Friday räumt mit den vier hartnäckigsten Mythen bei der Online-Partnersuche auf.
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Mit meiner Anmeldung erkläre ich mich mit den Nutzungsbedingungen, den Upload- & Nutzungsrichtlinien von Inhalten sowie der Datenschutzerklärung einverstanden.Dating-Mythos 1: Frauen wollen (extrovertierte) Alpha-Männer
Der Mann, das starke Geschlecht: In unserer Gesellschaft hält sich noch immer der Glaubenssatz, dass Männer die Beschützer sein müssen. Sie sollen das Idealbild eines dominanten Alphatieres abgeben, dürfen keine Schwäche zeigen und müssen möglichst outgoing auftreten, um beim Dating erfolgreich zu sein. Dass Männer, die nicht ins Idealbild passen oder passen wollen, davon enorm eingeschüchtert werden, liegt auf der Hand.
Dabei bemisst sich die Attraktivität und Anziehung nicht an derlei Oberflächlichkeiten, weiß Dating-Coach Andy Friday: „In meinen Coachings erlebe ich immer wieder tolle Männer, die intelligent sind, aufmerksam zuhören und sich gewählt ausdrücken können. Alles positive Eigenschaften – trotzdem glauben sie, dass Frauen das völlig unattraktiv finden. Sie haben irgendwo gelesen oder gehört, dass nur sogenannte Alpha-Männer Chancen bei anziehenden Frauen haben“, bestätigt er.
Attraktivität entstünde aber auch aus ruhiger, selbstsicherer Ausstrahlung und der Fähigkeit zum Zuhören. Viele introvertierte Frauen schätzen es, jemanden an ihrer Seite zu haben, der genauso ruhig und besonnen ist. Extrovertierte Frauen hingegen finden in einem introvertierten Partner das passende Gegenstück.
Dating-Mythos 2: Frauen wollen immer sofort eine Beziehung
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Nicht wenige Männer sehnen sich zwar nach knisternder Erotik und Zärtlichkeit, doch haben auch Angst, ihre Freiheit aufzugeben, wenn sie sich auf eine Frau einlassen. Denn die wollen ja immer gleich eine feste Beziehung, oder? Um diesem Stress aus dem Weg zu gehen, verzichten viele Männer oft lieber darauf, überhaupt zu daten. Dadurch entgehen ihnen viele interessante Bekanntschaften und vielleicht auch die ganz große Liebe für immer.
Fakt ist: Es gibt zahlreiche Frauen, die auf der Suche nach lockeren Abenteuern sind, gern flirten und sich sexuell austoben wollen. Die aber vielleicht auch mit Bindungsängsten zu tun haben, gerade erst aus einer Beziehung kommen und sich noch nicht in die nächste stürzen wollen.
Es lohnt sich also, genau hinzuhören und einfach mit Frauen in Kontakt zu kommen. Denn wer offen mit seinem Gegenüber spricht, der hat auch die Chance auf tolle neue Erfahrungen. Und vielleicht auch darauf, auf diesem Weg der Richtigen zu begegnen.
Dating-Mythos 3: Als Mann nicht attraktiv genug für heiße Dates
Nicht nur für Frauen sind gesellschaftliche Konventionen und Schönheitsideale extrem anstrengend, sondern auch Männern bereiten sie eine Menge Druck. Egal, ob ein Superbody mit Sixpack und gestählter Brust oder die perfekte Haarpracht: Derlei Ideale sorgen für Verunsicherungen.
Viele Singlemänner fühlen sich laut Andy Friday zu hässlich, um überhaupt ins Dating-Game einzusteigen. Dabei liegt Schönheit doch im Auge des Betrachters.
Schuld an der Misere ist zumeist nicht das Aussehen eines Mannes, sondern es sind die fiesen Selbstzweifel, die ständig auf der Schulter sitzen. Deshalb gilt es, an der eigenen Selbstakzeptanz und an Glaubenssätzen wie „Ich bin nicht gut genug“ zu arbeiten. Dadurch beginnt man, sich selbst völlig anders wahrzunehmen und trägt diese Ausstrahlung auch nach außen.
Zudem fühlen sich viele Liebessuchende ohnehin viel mehr zu geistiger und emotionaler Intelligenz hingezogen. „Es gibt sogar einen Fachbegriff dafür, nämlich Sapiosexualität. Das ist eine Bezeichnung für Menschen, die sich zu Intelligenz hingezogen fühlen“, erklärt der Dating-Coach.
Dating-Mythos 4: Männer dürfen Frauen nicht umwerben
„Willst du was gelten, mach‘ dich selten“ – solch fragwürdige Weisheiten liest man im Dating-Kontext immer wieder. Viele Beziehungsratgeber warnen sogar regelrecht davor, Frauen zu umwerben. Dabei sind ein wirklich ernstgemeintes Kompliment oder eine liebevolle Geste doch wahre Türöffner.
Natürlich ginge es nicht darum, sich als Mann zu verbiegen oder aufzugeben, um einer Frau zu gefallen oder ihr alles Recht zu machen, mahnt Friday. Schließlich sei eine gewisse Unabhängigkeit auch sexy. Aber es ginge darum, sich auf eine Frau einzulassen, nicht nur körperlich, sondern auch emotional. Und offen mit dieser Hingabe umzugehen, sie zu kommunizieren.
Denn das sei langfristig viel attraktiver als das Katz-und-Maus-Spiel zwischen Annäherung und Rückzug und baue darüber hinaus auch von Anfang an eine gesunde Beziehung auf, in der beide Personen wissen, woran sie emotional sind.