Eine Studie hat herausgefunden, wie Tinder-Nutzer in Deutschland und der Welt ticken. Foto: Alex Photo Stock - Shutterstock.com

Sapiosexuell, emanzipiert, Geld-fokussiert: So ticken deutsche Tinder-Nutzer

Tinder wird von vielen Deutschen für die Suche nach Sex genutzt – das ist hinlänglich bekannt. Doch was heißt das in konkreten Zahlen? Geht es auf Tinder tatsächlich nur um das Eine? Sind auf der Flirt-App Männer oder Frauen in der Überzahl? Und beschreiben sich die Nutzer als dominant, devot, liebevoll oder doch eher extrovertiert? Eine neue Studie liefert Antworten auf diese und weitere spannende Fragen.

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Frauenüberschuss? In Deutschland gibt es mehr sexsuchende Frauen als Männer bei Tinder

Tinder ist eine der beliebtesten Dating Apps der Welt. Und auch in Deutschland wird Tinder rege genutzt, vorrangig für die Suche nach Sex. Ob dabei mehr Männer oder Frauen mit der Dating-App erotische Abenteuer suchen, wurde jetzt in einer Online-Studie von onlinedating.de untersucht, die 5,5 Millionen Profile aus der ganzen Welt analysiert hat.

Tinder Geschlechterverteilung Sexdating
In Deutschland suchen mehr Frauen als Männer bei Tinder nach Sex. Grafik: onlinedating.de

Und die Ergebnisse sind verblüffend. Denn es zeigte sich, dass in elf von vierzehn Ländern die Zahl der Frauen, die per Tinder vor allem Sexpartner finden wollen, die der Männer übersteigt. Auch in Deutschland haben es mit 52 Prozent mehr Frauen als Männer nur auf das Eine abgesehen. 

In den USA suchen sogar ganze 84 Prozent der Frauen auf Tinder nach Sex. In Italien hingegen sind 100 Prozent der sexsuchenden Tinder-Nutzer männlich. 

Frech, wild, süß: Wie sehen sich deutsche Tinder-Nutzer?

Die Offenheit deutscher Frauen auf Tinder unterstreichen auch die häufigsten Charaktereigenschaften, die diese in ihren Dating-Profilen angegeben haben – frech, höflich, sapiosexuell, wild, süß.

Beliebteste Charaktereigenschaften beim Online Sexdating
Die häufigsten Charaktereigenschaften von männlichen und weiblichen Tinder-Nutzern aus Deutschland. Grafik: onlinedating.de

Deutsche Männer beschreiben sich in ihren Tinder-Profilen größtenteils als dominant. Ob das eine subtile Andeutung sein soll, worauf sie im Bett stehen? Gut möglich. Schließlich gehört Deutschland – das geht ebenfalls aus der Studie hervor – zu den Ländern mit den emanzipiertesten Tinder-Nutzern. Und Emanzipation hat schließlich immer auch etwas mit Offenheit gegenüber Neuem zu tun, wo natürlich Sexpraktiken, die sich um Dominanz drehen, dazugehören.

Sexting vs. reale Treffen

Deutschland hat im Vergleich mit anderen Ländern mit 19 Prozent die meisten Tinder-Nutzer, die in ihrem Profil über Sex schreiben – gefolgt von Italien mit 17 Prozent. 

Offenbar zielen die Deutschen aber vor allem auf reale Sextreffen. Denn Sexting, also Sex per Smartphone, wird von gerade mal 2 Prozent der deutschen Tinder-Nutzer praktiziert. Zum Vergleich: Von den Australiern betreiben ganze 16 Prozent per Tinder Sexting.

Für deutsche Tinder-Nutzer spielt Geld eine wichtige Rolle

Deutsche Tinder-Nutzer gehen es gerne entspannt an – und verbringen getreu dem Motto „zu Hause ist es am schönsten” die meiste Zeit im heimischen Wohnzimmer. So ist Deutschland mit weitem Abstand die Nation mit dem größten Anteil an Couchpotatoes.

Kein Wunder also, dass die Karriere gerade mal für 6 Prozent der deutschen Tinder-Nutzer oberste Priorität hat, das entspannte Leben also dem beruflichen Stress vorgezogen wird. Mit ganzen 18 Prozent kommen die meisten karrierefokussierten Tinder-Nutzer wenig überraschend aus den USA. 

Meisten materiellen Tinder User
Aus Deutschland kommen die meisten materiellen und Geld-fokussierten Tinder-Nutzer. Grafik: onlinedating.de

Aber trotz der hohen Zahl an Couchpotatoes messen viele Tinder-Nutzer aus Deutschland Geld im wahrsten Sinne des Wortes einen hohen Wert bei. Ganze 23 Prozent geben in ihrem Profil an, dass sie materiell eingestellt sind – mehr als in jedem anderen Land.

Tinder-Nutzerinnen aus Deutschland stehen auf Sapiosexualität

Verstand vor Aussehen! Ja, kaum zu glauben, aber für viele weibliche Tinder-Nutzer aus Deutschland ist der Intellekt ihres Date-Partners wichtiger als die Optik. Fachbegriff: Sapiosexualität.

Auch die Anzahl deutscher Tinder-Nutzer, die selbst in ihrem Profil angeben, sapiosexuell zu sein, ist mit 14 Prozent höher als in anderen Ländern. 

Und das verteilt sich dann so auf die Geschlechter, dass von den sapiosexuellen Tinder-Nutzern aus Deutschland 62 Prozent weiblich und „nur” 38 Prozent männlich sind.

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